Moderner Pflanzenschutz

PFLANZENSCHUTZ – FORSCHUNG AUF HÖCHSTEM NIVEAU

Innerhalb der Europäischen Union gelten die weltweit strengsten Anforderungen an die Entwicklung sowie den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln – und stehen für den verantwortungsvollen Gebrauch hocheffizienter Wirkstoffe für sichere Ernten und gesunde sowie sichere Lebensmittel bei gleichzeitiger Schonung natürlicher Ressourcen.

 

Wirkstoffforschung ist Präzisionsarbeit

 

Der Bodensee – Deutschlands größtes Binnengewässer. Bis zu 250 Meter tief, beträgt seine Oberfläche 536 km2, und wer ihn umrunden möchte, muss 273 Kilometer zurücklegen.

Sein Inhalt: 48 km3 Wasser – oder 48 Billionen Liter. Das ist eine Menge, die dem gesamten Trinkwasserverbrauch aller Deutschen in weit mehr als zehn Jahren entspricht.

Eine schwer fassbare Zahl? Nicht für die Umweltchemiker der Pflanzenschutz-Hersteller. Sie sind es gewohnt, in der Erforschung effizienter und zugleich umweltschonender Wirkstoffe im Nano- und Picogrammbereich zu arbeiten. Auf diesem Niveau ließe sich ein im Bodensee aufgelöstes Stück Würfelzucker (Gewicht: 3 Gramm) ohne Schwierigkeiten nachweisen.

 

Sicherheit hat ihren Preis

Die Anforderungen des Gesetzgebers an sichere Pflanzenschutz-Wirkstoffe haben Konsequenzen – auch für die Hersteller: Im Durchschnitt braucht es weit mehr als 100.000 Laboransätze, dauert über elf Jahre und kostet ein Unternehmen 250 Millionen Euro, ehe ein einziger neuer Wirkstoff für den Markt zugelassen wird. Stand heute.

 

 

Stetig steigende Auflagen haben dazu geführt, dass die Kosten für jeden neuen Wirkstoff innerhalb der vergangenen 20 Jahre um fast 90 Prozent gestiegen sind. Betrachtet man nur den Bereich der behördlichen Registrierung und Zulassung neuer Wirkstoffe, sind die Kosten innerhalb der EU während der letzten 15 Jahre sogar um 200 Prozent gestiegen.

 

Zusätzlich: hohe Sicherheitsfaktoren

Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.

So formulierte es bereits der berühmte mittelalterliche Arzt und Alchemist Paracelsus. Jeder kann sich leicht vorstellen, dass dieser Satz zutrifft: Egal ob Zucker, Fett, Koffein, Schmerztabletten, Sonnenlicht, Autoabgase oder Stress im Beruf – ab einer bestimmten Grenze ist es „zu viel“. Experten sprechen von Exposition.

Der Gesetzgeber geht bei der Regulierung noch weiter: Ausgehend von der geringsten Wirkstoffmenge, bei der die empfindlichste untersuchte Art eine erkennbare Reaktion zeigt, reduziert er die maximal zulässige Rückstandsmenge (sog. Höchstgehalt) noch einmal um den Faktor 100.

 


Aktuelles

Sorgfalt im Umgang mit Pflanzenschutz

Landwirte müssen über jede Pflanzenschutzmaßnahme genau Buch führen. Dabei werden sie umfassend kontrolliert. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) stellt Landwirten ein sehr gutes Zeugnis aus. Zahlen aus den aktuellen Ergebnissen des Pflanzenschutz-Kontrollprogramms : Gültiger Sachkundenachweis 98,2 Prozent, Einhaltung der Anwendungsverordnung 99,9 Prozent, Einhaltung der Bienenschutzbestimmungen 98,1 Prozent.

Statement

Dank modernem Pflanzenschutz muss ich keine Sorgen um ausreichend  Nahrung für meine Familie und mich haben.

Kathrin Seeger, Mutter