Pflanzenschutz – mit Sicherheit geregelt

In Europa haben wir die strengsten Auflagen und Sicherheitsstandards für die Entwicklung, Zulassung und Nutzung von Pflanzenschutzmitteln weltweit. Über 250 Millionen Euro kostet die Hersteller die Entwicklung eines einzigen neuen Wirkstoffs bis zur Marktreife. Landwirte setzen Pflanzenschutzmittel verantwortungsbewusst und sachkundig ein; das wird regelmäßig von den Behörden überprüft.

 

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist bestens

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) lässt die Arbeit der deutschen landwirtschaftlichen Betriebe genau überwachen. So wurden im Rahmen des Pflanzenschutz-Kontrollprogramms zuletzt 5.170 Betriebe kontrolliert. Ergebnis: in 99,8 Prozent aller Fälle wurden die strengen Regelungen der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung eingehalten.

 

 

Insgesamt ist das behördliche System für die Bewertung und Überwachung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln auf nationaler wie auf europäischer Ebene lückenlos organisiert.

 

 

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln – hohe Sicherheitspuffer

Innerhalb sehr strikter Grenzen sind Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln zulässig, weil gesundheitlich vollkommen unbedenklich. Diese Grenzwerte (sog. Höchstgehalte) beinhalten sogar noch eine erhebliche Sicherheitsmarge: Sie müssen um ein Hundertfaches jene Dosis unterschreiten, bei der die empfindlichste getestete Tierart irgendeine messbare Reaktion zeigt. Das entspricht einem Sicherheitsabstand von sechs Kilometern zum Vordermann bei Tempo 120. Ausreichend wären 60 Meter.

 

 

Wie Risikobewertung funktioniert

Grundsätzlich gibt es zwei Alternativen, um etwaige Risiken im Zusammenhang mit Pflanzenschutzmitteln einzuschätzen: Die risikobasierte Bewertung geht der Frage nach, wie lange, in welcher Form und in welcher Menge Mensch, Tier oder Umwelt einem Stoff ausgesetzt sind (sog. Exposition). Dieser Ansatz orientiert sich an der praktischen Realität (den sog. Feldbedingungen) und legt dabei die sachgemäße Anwendung von Stoffen aller Art zugrunde. Damit steht er in der Tradition von Paracelsus: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei“.

Die gefahrenbasierte Einstufung lässt sich dagegen von der Frage anleiten, welche grundsätzliche Gefahr von einem Stoff ausgeht, ob er also prinzipiell gefährliche Eigenschaften aufweist. Ist das der Fall, wird er als gefährlich eingestuft. Dieser Ansatz ist kategorisch und setzt nicht auf die Betrachtung realistischer Anwendungssituationen im Alltag.

 

 

Wie Risiken empfunden werden

Um hier im Bild zu bleiben: Auf deutschen Straßen sind fast 46 Millionen PKW unterwegs (Quelle: Kraftfahrtbundesamt). Einmal in Bewegung, können sie eine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Sollten PKW also verboten werden?

Nach Schätzungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) erkranken jährlich eine Million Bundesbürger an Lebensmittelinfektionen, verursacht durch Bakterien, Viren oder Parasiten. Tipps zum Schutz vor Keimen in der eigenen Küche gibt die Behörde auf ihrer Website.

Dagegen ist nicht ein einziger Fall verzeichnet, in dem Menschen durch Pflanzenschutzmittel-Rückstände zu Schaden gekommen wären.

 


Aktuelles

Bestanden! BVL stellt Landwirten ein gutes Zeugnis aus

Unter Federführung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ( BVL ) erfolgt in Deutschland eine engmaschige amtliche Lebensmittelüberwachung . Das BVL legt die Ergebnisse in seinen „Berichten zur Lebensmittelsicherheit“ öffentlich vor. In ihrem jüngsten Bericht stellt die Behörde den Landwirten ein sehr gutes Zeugnis aus: In den seltensten Fällen wurden die untersuchten Proben wegen Rückständen von Pflanzenschutzmitteln beanstandet. Am Beispiel: […]

Statement

Pflanzenschutz mit Sachverstand ist ein Gewinn für Mensch und Umwelt!

Thomas Kanzler, Vertriebsteamleiter Ackerbau