Frostgare

Bei Frost gefriert das im Boden enthaltene Wasser, und die größten vorhandenen Eiskristalle wachsen. Dabei dehnt sich das Wasser aus, und die Umgebung der Eiskristalle wird entwässert. Das gefrierende Wasser entfaltet zum einen eine Sprengwirkung, die eine Auflockerung des noch nicht besäten Ackerbodens zur Folge hat, da bei der Entwässerung eines bindigen Bodens Eiskristalle durch Frosthebung kleinere mineralische Bodenpartikel produzieren. Zum anderen bilden und stabilisieren sich feine Aggregate (wie Krümel) durch Schrumpfung, die in tonreichen Böden häufig die einzige Form der Ausbildung eines bestellfähigen Oberbodens ist.
Quelle: Scheffer, Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde, Spektrum akademischer Verlang Heidelberg 2002
Schröder, Diedrich: Bodenkunde in Stichworten, 2. Auflage Verlag Ferdinand Hirt, Kiel 1972

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